Sportverletzungen sind das “täglich Brot” bei den meisten Sportarten. Prellungen gehören zu den häufigsten Verletzungsarten, besonders bei Mannschaftssportarten, wie z.B. Fußball, aber auch bei Geländesportarten wie Skifahren, Skateboarding oder Mountainbiking.

Woran erkennt man Prellungen?

Charakteristisch sind heftiger Schmerz, Schwellung und ein Bluterguss. Meist ist die Haut unverletzt, das ist aber davon abhängig, wo genau am Körper die stumpfe Gewalteinwirkung stattfindet. Bei einer Rippenprellung sollte die Diagnose durch ein Röntgenbild abgesichert werden , denn es kann durch spitze Knochenenden zu inneren Verletzungen und so zu gefährlichen Komplikationen führen, wenn die Rippen gebrochen sind.

Schnelles Handeln ist bei jeder Sportverletzung wichtig

Prellungen sind relativ langlebig. Ganz wichtig ist daher, schnell zu reagieren und zu kühlen. Bei Mannschaftssportarten ist ja meist jemand dabei, der sich sofort um den Verletzten kümmern kann. Je eher mit der Kühlung begonnen wird, desto schneller werden der Bluterguss und die Schwellung zurückgehen und der Schmerz nachlassen. Aber nie länger als zehn Minuten am Stück kühlen und das Kühlmaterial (Eis) nie direkt auf die Haut legen, dami Haut und Gewebe nicht geschädigt werden.

Ein Kompressionsverband hilft ebenfalls dabei, Schwellung und Schmerz zu reduzieren. Entweder das Kühlmaterial auflegen oder die kühlende Salbe auftragen und mit einer elastischen Binde umwickeln (Vorsicht: nicht abschnüren). Sehr beliebt bei Sportverletzungen ist auch das Eisspray, allerdings meist mit dem Hintergrund, dass der Sportler weitermachen kann. Heparinhaltige Salben erst nach ca. zwei Tagen auftragen. Vorher würden sie dafür sorgen, dass sich der Bluterguss und die Schwellung noch verstärken.

Bei Prellungen kann es passieren, dass ein Gelenk so stark anschwillt, dass es punktiert werden muss, um die Flüssigkeit, die sich gebildet hat, abzusaugen. Eine weitere Komplikation ist die extreme Druckerhöhung eines geprellten Muskels. Dabei besteht die Gefahr, dass die Muskelversorgung nicht mehr stattfindet und der Muskel dann abstirbt. Dieser Problematik kann nur durch eine operative Maßnahme begegnet werden.