Jedes Kind benötigt früher oder später eigene finanzielle Mittel, die es selbst verwalten darf, um seine Freizeit selbstständig und verantwortungsbewusst gestalten zu können.

Diese ersten Erfahrungen eines autarken Lebens sind für die Erziehung eines jeden Kindes, bzw. Jugendlichen wichtig und werden sowohl von Seiten enorm vieler Eltern, als auch von vielen Pädagogen als unabdingbar für das Heranwachsen bezeichnet.

Trotz dieses Konsens’ bezüglich der Notwendigkeit von Taschengeld herrscht im Detail ein allgemeiner Dissens, beispielsweise über die Aussetzbarkeit oder die Höhe des Taschengeldes. Besonders schwierig, allgemein gültige Normen und Regelungen festzulegen, die die Vergabe von Taschengeld regulieren, ist es auch deshalb, da die soziale und finanzielle Situation vieler Eltern stark unterschiedlich ist.

Einen Versuch, dieses Problem zu lösen stellt die Taschengeldtabelle dar, anhand derer man jedem Alter einen Richtwert zuordnen kann, in dessen Höhe Taschengeld ausbezahlt werden kann. Ausgegeben werden solche Tabellen u.a. von Jugendämtern oder pädagogischen Instituten, die jedoch immer wieder die Unverbindlichkeit und nur relative Gültigkeit dieser Orientierungswerte betonen und die endgültige Entscheidung letztlich bei den Eltern lassen.