Dieses Thema ist unter Katzenhaltern sehr umstritten und viel diskutiert. Neulinge fragen oft verunsichert, ob sie ihrem zukünftigen Stubentiger gerecht werden, wenn er nicht nach draußen darf. Sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie der Katze den Freigang verweigern.

Geborene Streuner kann man nicht einsperren. Sie kennt das Leben draußen und wird sich nicht einsperren lassen, tut man es doch, wir die Katze um ihre Freiheit kämpfen und alles tun um nach draußen zu können. Vandalismus bis hin zu vollurinierten Klamotten oder Einrichtungsgegenständen.

Im Haus erfährt ihre Katze nur wenig Umweltreize und ihre Sinne werden nicht ansprechend genug trainiert. Kein Spielzeug dieser Erde wird das ersetzten können, was die Katze im Freigang lernen und erleben darf. Denn nur ein Garten, und die Abenteuer darin,  bieten der Katze die geistige Ansprache, die sie braucht.

Es gibt aber viele Fakten, die gegen den Freilauf und somit für die reine Wohnungshaltung sprechen! Einige Katzenrassen sind aufgrund ihres Fells nicht geeignet, ganzjährig Freigang zu genießen. Große Temperaturschwankungen zwischen draußen und drinnen führen zu Erkältungen und das ist ja auch nicht das, was die Katze zufrieden macht.

Wenn sich eine Katze einmal an regelmäßige Ausflüge gewöhnt hat, wird sie nicht bereit sein, darauf zu verzichten. Was ist dann im Winter? Oder nach einem Wohnungswechsel? Fehlender Freilauf hat schon öfters dazu geführt, dass eine Katze abgegeben werden musste.

Draußen gibt es aber noch diverse andere Gefahren wie z.B. Hunde, Parasiten, Krankheiten, Rattengifte und Pflanzenschutzmittel. Ebenso die vielen Giftpflanzen, die in Parkanlagen und Gärten wachsen, stellen eine besondere Gefahr da.  Ganz zu schweigen von absichtlich ausgelegten Ködern, die mit Scherben, Nägeln, Gift oder anderen Sachen gespickt sind.

Der Straßenverkehr ist insbesondere für zutrauliche und unerfahrene Tiere gefährlich. Übrigens werden auf Dörfern weit aus mehr Katzen überfahren, als in der Stadt.

Leider sind zu bestimmten Zeiten und in gewissen Gegenden verstärkt Katzenfänger unterwegs, die Versuchsanstalten beliefern. Ansonsten gibt es viele Menschen, die achtlos fremde Katzen mitnehmen und bei Nicht(mehr)gefallen wieder aussetzen. Insbesondere zutrauliche Rassekatzen kommen so leicht abhanden. Achte müsse sie auch auf Hund. Es gibt einige Hundehalter, die nicht genügend auf Ihren Hund achten und schneller als er reagieren kann, hat der Hund die Katze schon gejagt. Im Schlimmsten Fall auf die Straße oder irgendwo hin, wo wie Katze nicht mehr alleine raus- oder runter kommt.

Natürlich empfiehlt es sich auch, Katzen und Kater, welche Freigänger sind immer zu kastrieren, sofern sie nicht in der Zucht eingesetzt werden. Zu viel Katzenelend gibt es schon und so also dann noch weiterhin etwas dazu beizutragen, zeugt nicht von großem Verantwortungsgefühl, finde ich.