Triologie oder Trilogie: Wie schreibt man das denn nun?

Eine “Trilogie” ist eine Art Dreisprung: drei Teile bilden ein Ganzes. Besonders bei Filmen und Büchern, aber auch bei Comics, Musik, Theaterstücken, Computerspielen und Bildern findet man Trilogien.

Jedes Werk kann dabei in der Regel für sich stehen und wird durch die anderen Episoden ergänzt, um ein Gesamtwerk auszubilden. “Triologie” scheint dabei das Gleiche zu meinen, ist jedoch sowohl falsch geschrieben als auch falsch gedacht.
Trilogie: drei Teile bilden ein Ganzes

Das Wort “Trilogie” leitet sich aus dem lateinischen Präfix “tri-” für “drei” ab und “logus”, lateinisch für Wort, beziehungsweise “lógos”, griechisch für “Vernunft”. Die Bezeichnung steht also auch in ihrer Wortherkunft für drei eigenständige, aber zusammenhängende Werke. “Triologie” soll im Prinzip den gleichen Umstand umschreiben, jedoch hat sich hier ein Fehler eingeschlichen, der sich auf das italienische Wort “trio” bezieht, das sich zwar auch aus dem Lateinischen entwickelte, aber ganz konkret eine dreiköpfige Musikgruppe bezeichnet. Selbst Plattformen wie das Internet-Kaufhaus Amazon sind nicht vor diesem beliebten Rechtschreibfehler gefeit, wenn man “Triologie” und auch “Trilogie” in einem Titel gemeinsam findet.

Die Trilogie ist ein häufig angewandtes Mittel, um die verschiedenen Werke einer immanenten Logik zuzuordnen. Die Ursprünge können schon in der Poetik von Aristoteles gefunden werden, in der ein Drama aus drei Einheiten von Anfang, Mitte und Ende besteht. Diese Strategie findet sich auch in den Akten von Filmen wieder und im größeren Stil in den Trilogien.

Die Zahl Drei: Symbolcharakter und Organisationsmittel

Eine der ersten Trilogien, die als solche bewusst angelegt und auch so wahrgenommen (more…)

Lange Nacht der Museen in Frankfurt 2009

Dieses Jahr findet sie zum 10. statt, die Kult-Veranstaltung „Lange Nacht der Museen“. Nachdem sie letztes Jahr über 40.000 Besucher anzog wird auch dieses Jahr wieder mit einem großen Besucheransturm gerechnet.

Die lange Nacht der Museen ist mittlerweile zu einem echten  Höhepunkt im Kulturgeschehen geworden.  über 50 Museen und Ausstellungshäuser in Frankfurt öffnen einmal im Jahr des Nachtens ihre Türen, um zu ungewöhnlicher Zeit von 19 Uhr bis 2 Uhr früh ihr breites Angebot angemessen zu präsentieren. Und nicht nur das Interesse der Einheimischen ist groß, auch Besucher aus allen anderen Regionen Deutschlands wollen sich die laufenden Führungen und Angebote nicht entgehen lassen.

Das sowieso sehr  umfangreiche Programm der langen Nacht der Museen beinhaltet, unter anderem, viele Musikevents, Tanz für jung und alt, verschiedene Lesungen, Theatervorführungen, Künstlergespräche, Workshops, Partys und internationale Gastronomie.

Eine musikalische Einlage bietet u.a.. die italienische Bläsergruppe „Gomalan Brass Quintet“. Sie treten am Samstag, 25. April 2009 und am Sonntag, 26. April 2009  von 19:00 bis 02:00 Uhr im Museum für Kommunikation Frankfurt (Schaumainkai 53) auf.

Auf dieser kulturellen Entdeckungstour sind die Museen sehr gut zu erreichen, da viele Häuser dicht nebeneinander am Museumsufer liegen. Die übrigen Museen sind durch einen kostenlosen Shuttle-Bus-Service miteinander verbunden.

Die Karten zur „Nacht der Museen“ gibt es etwa zwei Wochen vor Beginn in allen beteiligten Häusern, den Touristenformationen am Römerberg und am Hauptbahnhof und in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Eileen Gray - Grande Dame der Klassischen Moderne

Eileen Gray zählt zu den bedeutendsten Designerinnen der 1920er Jahre. Obwohl sie auch an einigen Architekturprojekten beteiligt war, beruht ihre heutige Berühmtheit vor allem auf ihren zeitlos schönen Möbelentwürfen. Man nennt sie in einem Atemzug mit bekannten Größen wie Le Corbusier, Mies van der Rohe und Marcel Breuer.

Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts knüpfte die in Irland geborene Designerin in Paris enge Kontakte zu der dort ansässigen Künstlerszene. In Folge dessen zeigen sich ihre Kreationen zunächst durch das ausklingende Art Deco, die Art Noveau und den Japonismus beeinflusst. Doch zunehmend vereinfachte und funktionalisierte sie ihre Entwürfe und fand zu ihrer modern-geometrischen – der Avantgarde voraus greifenden – Formensprache.

Früh experimentierte Eileen Gray mit Lackarbeiten, wie dem „Block“ Wandschirm von 1925. Doch schnell greift sie zu Materialien, die bis dahin vor allem durch ihre Funktionalität aufgefallen waren: Metallblech, Stahlrohr, Glas. Ihre Möbel zeichnen sich durch die klare Ästhetik der Formen aus. Das bekannteste und immer noch gern kopierte Möbel ist der Tisch „E.1027“, eine Konstruktion aus Stahlrohren und Glas. Der Tisch zählt heute zu den Ikonen der klassischen Moderne.

Ebenso Aufsehen erregend war der Sesselentwurf „Bibendum Chair“ von 1929. Er gilt als perfekte Verbindung von Grays Charme und Ironie mit einer harmonischen Formgebung, denn der so bequeme wie schöne Sessel zitiert sowohl mit seiner Form als auch durch die Namensgebung das bekannte Michelin-Reifenmännchen, das in Frankreich nach wie vor eine Art Nationalheiligtum darstellt. Es ist ein Symbol für Fortschritt und Innovation.

Eileen Grays Entwürfe bestechen bis heute durch ihre zeitlose Eleganz und haben sich zu Recht einen Platz im Design-Olymp erobert.